Chronik der Stadtfeuerwehr HallVorwort

Die Feuerwehr Hall hat Aufzeichnungen seit ihrer Gründung. Zuerst als Tagebuch des Turnvereins, ab 1908 als eigene Chroniken. Diese wurden bis 1945 in altdeutscher Schreibschrift verfasst und 2005 vom derzeitigen Chronisten OLM Helmuth Jug transkribiert.

Grundlage der nachstehenden Kurzfassung der historischen Entwicklung der Stadtfeuerwehr Hall sind diese Aufzeichnungen, sowie Recherchen unseres verstorbenen Kameraden FT Werner Zigler (Gifti) in den Stadtarchiven.

Historische Entwicklung

Die Salzstadt Hall hat sich wegen der besonderen Lage als Umschlagplatz der Innschifffahrt, des Salzbergwerks und der engen, teilweise steilen Altstadtgassen schon sehr früh mit Brandschutz befasst. 

1515

Kaiser Maximilian schenkt der Stadt eine lange Steigleiter. In den folgenden Jahren wurden Feuerordnungen erlassen und die Bürger zur Mithilfe verpflichtet.

1868

Am 28. Februar erfolgt die Gründung eines "Turn- & Feuerwehr-Vereines" durch Otto Stolz.

1869

Es wird eine Dienstordnung erlassen, die vorhandenen Geräte werden in der Stiftskirche untergebracht. Bereits in den ersten Bestandsjahren bewährt sich die Truppe bei Brandeinsätzen in Hall und Umgebung. Besonders zu vermerken sind ein Brand am 10. März 1869 beim Lorerwirt in Mils, wo die Abprotzspritze das erste Mal zum Einsatz kommt. Und ein Brand am 9. Jänner 1871 im "Irrenhaus" sowie die Nachbarschaftshilfe am 17. Mai 1875 in Amras und ein Dachbrand an der Haller Pfarrkirche.

1879

Es wird eine Hochdruckwasserleitung errichtet. 

1885

Hans Treffler wird zum Kommandanten gewählt. Franz von Dellemann folgt 1890 nach. 

1891

Es wird ein Schlauchwagen angekauft, die Feuerwehr übersiedelt in das Magazin beim Braun. 

1898 

Am 30. Juli trennt sich die Feuerwehr vom Turnverein. 

1899 

Am 3. März werden die Landfahrspitze und der Schlauchwagen mit der Bahn nach Schwaz zu einem Großbrand verführt.

1900 

Am 27. Jänner wird eine Sanitätsabteilung gegründet.

1901 

Es wird im Gerätehaus und in der Türmerstube eine Fernsprecheinrichtung mit Verbindung zur Polizei installiert. Bis zu diesem Zeitpunk erfolgte die Alarmierung ausschließlich über den Türmer, welcher mit Hornsignalen die Männer der Wehr und die Bevölkerung alarmierte.

1910

Es wird eine Balance-Leiter um 1900 Kronen gekauft und im November wird eine FW-Musikkapelle gegründet.

1911

Zur Alarmierung der Chargen wurden elektrische Klingeln eingesetzt. Ab 1931 wurden diese Klingeln über einen Kurbelinduktor ausgelöst. Der Türmer wurde bei Kriegsbeginn 1939/40 abgeschafft. 1962 wurde die Alarmierung auf Frequenzmelder umgestellt, denen zusätzlich auch Pieper folgten.

1922

Hugo Brunner wird zum Kommandanten gewählt. 1938 folgt ihm Ludwig Walder nach der 1963 von seinem Sohn Robert abgelöst wird. Nach dessen frühen Tod leiten Walter Graber, Michael Neuner und zuletzt Karl-Heinz Strickner die Belange der Haller Wehr.

1923

Es wird eine Magirus Drehleiter angeschafft, welche heute noch im Gerätehaus steht und bei festlichen Anlässen ausgefahren wird. Wegen der Wirtschaftskrise und der Geldentwertung werden dafür 80 Billionen Mark bezahlt.

1980

Die Feuerwehr übersiedelt in das neue, zeitgemäß ausgestattete Gerätehaus in der Bruckergasse

 

Von Anfang an war die Wehr den Haller Stadtvätern eine wichtige Einrichtung zum Schutze der Stadt und der Bürger, was in der laufenden Modernisierung von Geräten und Fahrzeugen zum Ausdruck kommt.

Chronik heute

Seit dem Jahr 2004 wird die Chronik mit den modernen Mitteln der EDV erstellt. Neben der Archivierung in Buchform ist somit auch ein Abruf von PDF-Dateien über die nachstehenden Links möglich.

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